Bundeswehr
Öffentlicher Dienst
Verteidigung
Foto-Story, Portraits
Ich war über zwei Wochen als embedded journalist mit der Bundeswehr bei der NATO Übung „Iron Wolf 2019“ in Litauen unterwegs. In dieser Zeit habe ich den Alltag der Soldatinnen und Soldaten, Übungen und Zusammenarbeit mit Partnern fotografisch begleitet. Aus dem Einsatz ist eine dokumentarische Fotoreportage entstanden, die sowohl für die redaktionelle Kommunikation der Bundeswehr als auch als Grundlage meiner Bachelorarbeit im Studiengang Fotodesign diente.
Die Bundeswehr nahm 2019 an der multinationalen NATO-Übung „Iron Wolf“ in Litauen teil. Deutsche Kräfte trainieren dort gemeinsam mit Partnerarmeen Verteidigung, Logistik und Zusammenarbeit im Feld. Ich war über zwei Wochen als embedded Journalist mit den Soldatinnen und Soldaten unterwegs und habe ihren Alltag, die Ausbildung und Gefechtsübungen aus nächster Nähe fotografisch dokumentiert.
Die Übung „Iron Wolf“ sollte nicht nur über Pressemitteilungen und Symbolbilder stattfinden, sondern mit authentischen Eindrücken greifbar werden. Gesucht war journalistisches Bildmaterial, das zeigt, wie die Soldatinnen und Soldaten tatsächlich arbeiten, trainieren und mit Partnern kooperieren. Gleichzeitig mussten alle Aufnahmen sicherheitsbewusst entstehen und so freigegeben werden, dass sie in Medienarbeit und interner Kommunikation genutzt werden können.
Ziel war eine dichte Fotoreportage, die Menschen, Einsatzrealität und Zusammenarbeit mit Partnern respektvoll und ungeschönt zeigt. Aus dem Material sollten Bilder für redaktionelle Beiträge, Social Media und interne Formate entstehen, die sich klar von klassischen Imagefotos unterscheiden. Gleichzeitig diente der Einsatz als praktische Grundlage für meine Bachelorarbeit zum dokumentarischen Arbeiten im militärischen Umfeld.
Die Foto-Story zeigt den Alltag im Feldlager mit Vorbereitung, Briefings und Nachbesprechungen, dazu Gefechtsübungen, Konvois und Sicherungsaufgaben in Zusammenarbeit mit NATO-Partnern. Porträts von Soldatinnen und Soldaten in Ruhephasen und im Einsatz ergänzen das, zusammen mit Details von Material, Technik, Gelände und den Spuren der Übung.
Die Bildsprache ist klar dokumentarisch – nah dran am geschehen. Bildaufbauten sind so gewählt, dass Abläufe, Rollen und Zusammenarbeit verständlich werden. Emotionen, Belastung und Kameradschaft werden bewusst, aber nicht effekthascherisch gezeigt. Menschen in Uniform erscheinen respektvoll, nicht als „Action-Ästhetik“.
Die Arbeit fand über mehrere Tage vollständig im Tagesrhythmus der Truppe statt. Statt gestellter Szenen bin ich bei Übungen, Märschen und Verlegungen mitgelaufen und habe aus der Situation heraus fotografiert. Motive, Perspektiven und Freigaben wurden laufend mit den Presseoffizieren abgestimmt. Der Fokus lag auf sicheren Bildausschnitten, die trotzdem viel über Situation und Kontext erzählen.
Aus der Reportage entstanden kuratierte Serien zu Themen wie Alltag im Feldlager, Ausbildung, Übungen und Zusammenarbeit mit NATO Partnern. Die Motive sind so angelegt, dass sie sich einzeln und in Reihen einsetzen lassen.
Aus der Reportage entstanden kuratierte Serien zu Themen wie Alltag im Feldlager, Ausbildung, Übungen und Zusammenarbeit mit NATO Partnern. Die Motive sind so angelegt, dass sie sich einzeln und in Reihen einsetzen lassen.
Die Fotoreportage bildet das Herzstück meiner Bachelorarbeit zu dokumentarischer Fotografie im militärischen Umfeld. Bildauswahl, Sequenzen und Reflexionen flossen in Layout, Ausstellung und Vorträge ein.
Konzeption und Vorbereitung der Reportage
Abstimmung mit der Bundeswehr über Ziele, Zugänge und Rahmenbedingungen.
Arbeit vor Ort als embedded journalist
Mehrtägige fotografische Begleitung im Einsatzrhythmus der Truppe mit Fokus auf dokumentarischen Bildern.
Bildauswahl, Bearbeitung und Aufbereitung
Strukturierte Übergabe der Motive für redaktionelle Nutzung sowie Ausarbeitung für meine Bachelorarbeit.
Vorgespräch und Briefing
Gemeinsam mit dem Team wurden Ziele, Motive und Einsatzbereiche der Fotos geklärt. So war vorab klar, welche Situationen auf jeden Fall eingefangen werden sollen und wofür die Bilder später genutzt werden.
Planung der Foto-Story
Auf Basis des Briefings entstand ein grober Ablauf mit typischen Situationen in Backstube und Umfeld. Die Reihenfolge war geplant, blieb aber flexibel genug, um spontan auf schöne Momente reagieren zu können.
Fotoreportage im laufenden Betrieb
Die Bilder entstanden mitten im echten Alltag von Kuchentratsch. Statt gestellter Szenen wurden reale Abläufe begleitet, ergänzt durch kurze Portraitsituationen mit den Seniorinnen, Mitarbeitenden und dem Team dahinter.
Auswahl, Bearbeitung und Übergabe
Aus dem Rohmaterial wurde eine stimmige Auswahl für Web und Print getroffen. Die Bilder wurden in einem einheitlichen Look bearbeitet und als strukturierter Bildpool übergeben, damit das Team sie leicht wiederfindet und einsetzen kann.